Klimaservice Kosten

Der Sommer hat Deutschland voll im Griff!  Fatal, wenn bei Ihrem Fahrzeug gerade jetzt die Klimaanlage streikt. Ob Ihre Klimaanlage zuverlässig funktioniert ist kein Zufall. Beim Klimaservice werden Defekte rechtzeitig erkannt und behoben. Sie beugen mit der regelmäßigen Wartung teuren Folgeschäden vor. Wir haben für Sie die Kosten für den Klimacheck 2018 analysiert.

Enorme Preissteigerungen für den Klimaservice in 2018

Denn durch die Preisexplosion beim Kältemittel R134a sind die Kosten für den Klimaservice so teuer wie nie zuvor. Umso mehr macht ein Vorabcheck und Vergleich der Angebote Sinn, um zumindest ein paar Sparpotentiale abzugreifen. Unterhalb haben wir einen kleinen Trick parat, wie man passend zu seinem Fahrzeug ein zugeschnittenes Angebot von mehreren Werkstätten erhält.

Preise: Wie viel Klimaservice bekomme ich für mein Geld?

Die Füllmenge bestimmt den Klimaservice Preis! Im Motorinnenraum ist meist ein Siegel mit den Informationen zu finden. In diesem Beispiel des Audi A6 unter der Motorhaube. Die Herstellervorgabe sind 500g +50g.

Die Kfz-Fachbetriebe bieten den Klimaservice für etwa 40 bis 150 € an. Liegen Mängel vor, dann kommen die Kosten für die Reparatur noch dazu. Diese Wartungsarbeiten sind im Basispaket inbegriffen:

  • Funktionstest wichtiger Bauteile: Kompressor, Verdampfer, Expansionsventil, Trockner und Kondensator
  • Fehlt Kältemittel, dann korrigiert der Prüfer den Füllstand (eventuell wird ein Aufpreis für das Kältemittel berechnet)
  • Druckcheck des Kältekreislaufs
  • Sichtprüfung Schläuche und Dichtungen auf Materialschwäche, Lecks und Porosität

Für die einzelnen Leistungen können Sie etwa mit diesen Preisen rechnen:

  • Prüfung der Funktion: ~ 20 €
  • Klimaservice inkl. Füllstand korrigieren R134a (abhängig von Füllmenge): ~ 50 €
  • Klimaservice mit Kältemittelwechsel R134a (abhängig von Füllmenge): ~ 70 €
  • Klimaservice mit Kältemittelwechsel R1234yf (abhängig von Füllmenge): ~ 150 €
  • Bei Leeranlagen kommt ein Aufpreis hinzu: ~ 25 €
  • Innenluftfilter wechseln: ~ 30 bis 50 €
  • Desinfektion der Klimaanlage (Ozon): ~ 30 €
  • Desinfektion der Klimaanlage (Spray): ~ 10 €
  • Desinfektion Klimaanlage/Innenraum (Ozon): ~ 50 €

Die Preise für das Kältemittel R1234yf steigen rasant, ein Kilogramm kann derzeit bis 250 € kosten. Bei vielen Fahrzeugen vor 2017 kommt noch R134a zum Einsatz. Es gehört zu einer Gruppe von Kältemitteln mit einem sehr hohen Treibhauspotenzial, deren Neubestand schrittweise bis 2030 um fast 80% verringert werden soll. Um Missverständnisse zu vermeiden klären Sie mit der Werkstatt ab, wie viel Kältemittel in der Service-Pauschale enthalten ist. Denn das Kältemittel selbst macht mittlerweile einen hohen Anteil der Rechnung aus. Wenn Ihre Klimaanlage regelmäßig nur sehr wenig Kältemittel verliert, dann rentiert sich für Sie eher ein Angebot, das pauschal nur eine geringe Nachfüllmenge beinhaltet und dafür günstiger ist.
Bei defekten Bauteilen variieren die Kosten sehr stark, abhängig vom Modell und vom Stundensatz der Werkstatt:

  • Klimakompressor wechseln mit Spülung: ~ 800 bis über 2000 €
  • Trockner austauschen: ~ 150 bis 400 €
  • Kondensator austauschen: ~ 100 bis 150 €
  • Verdampfer austauschen: ~ 700 bis 1.200 €
  • Motor (Gebläse) austauschen: ~ 150 bis 600 €
  • Expansionsventil austauschen: ~ 100 bis 300 €
  • Klimamittelleitung erneuern: ~ 300 bis 600 €

Trotz gestiegener Preise beim Kältemittel günstiges Klimaservice-Angebot finden, so geht’s! Wir empfehlen die folgenden kostenlosen Anbieter, wenn Sie zum Klimaservice müssen, eine Befüllung der Klimaanlage ansteht oder eine Reparatur an der Klimaanlage zum Festpreis in Ihrer Nähe gesucht wird.
Bei der Bosch-Tochter drivelog ist es möglich, bereits online Festpreisangebote für den Klimaservice zu vergleichen. Hierbei aber bitte beachten, dass diese Festpreisangebote nur bis 150g Kältemitteleinsatz gelten. Zudem beschränken sich die Komplettpreisangebote meist nur auf das Kältemittel R134a.
Daher unsere Empfehlung und kleiner Trick: das Einholen der Angebote über Autobutler. Hier können Sie bei der Online-Anfrage im Beschreibungstext die vom Hersteller vorgeschriebene Füllmenge und Art des Kältemittels (R134a oder R1234yf) angeben. Somit können die 3 Werkstätten aus Ihrer Region bei Abgabe des Festpreisangebotes bereits diese Wünsche berücksichtigen. Der Service ist übrigens kostenlos und unverbindlich.

Wir empfehlen etwa alle zwei Jahre die Wartung der Klimaanlage oder bei ersten Anzeichen für einen Defekt. Schalten Sie bei einem Mangel die Klimaanlage nicht mehr ein, bis das Problem geklärt und behoben ist. Je länger Sie den Fehler ignorieren, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit teurer Folgeschäden. Eingriffe in den Kältekreislauf und das Auffüllen des Kältemittels dürfen nur von ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden.
Berechnen Sie über unsere Suchmasken wie viel Ihr persönliches Klimaservice-Paket in Ihrer Region kostet.

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Möglichkeit 3:

Fehler Nummer eins: zu wenig Kältemittel

So schaut der Klima Service aus: Hier wird gerade eine Klimaanlage befüllt.

Eine intakte Klimaanlage verliert bis zu 10% des Kältemittels pro Jahr – das ist normal. Es gibt Klimaanlagen, die zu 100% dicht sind. Verlassen Sie sich nicht einfach blind darauf. Mit dem regelmäßigen Klimacheck können Sie Ihre Anlage gut einschätzen und die Intervallzeiten sinnvoll anpassen.
Bei einem niedrigen Füllstand baut der Kompressor den erforderlichen Druck nur noch unter Volllast auf und wird gleichzeitig schlecht geschmiert. Der Druckschalter unterbindet dann das Trockenlaufen des Kompressors. Gleichzeitig trocknen die Schläuche und Dichtungen auf Dauer aus und verhärten. Dadurch kann noch mehr Kältemittel durch den Kunststoff diffundieren.
Fehlt wiederholt eine größere Menge des Kältemittels, dann müssen Sie von einer undichten Stelle ausgehen. Für die Leck-Suche gibt es unterschiedliche Methoden:

  • Der Mechaniker injiziert Kontrastmittel in den Kreislauf. Tritt das Kontrastmittel an der undichten Stelle mit dem Kältemittel aus, dann kann es mit der UV-Lampe leicht lokalisiert werden. Für diese Anwendung bleibt die Klimaanlage gefüllt.
  • Ein Leck-Detektor nimmt schon geringe Mengen halogener Gase wahr und spürt die Undichtigkeit auch an schwer zugänglichen Stellen auf.
  • Bei einer entleerten Klimaanlage hat sich der Test mit Stickstoff bewährt: Das Gas wird unter Druck in den Kreislauf gefüllt. Akustisch oder mit einem Leck-Suchmittel sucht der Prüfer nach dem austretenden Gas.
  • Füllt der Mechaniker Formiergas in den leeren Kältekreislauf, dann kann er mit einem Sensor die schadhafte Stelle ausfindig machen.

Die Klimaanlage will benutzt werden

Läuft die Klimaanlage, dann benetzt das Öl im Kältemittel die Oberflächen gleichmäßig mit einem dünnen Schutzfilm. Das bewahrt Schläuche und Dichtungen vor dem Austrocknen. Der Kompressor bleibt durchgehend gut geschmiert und hält lange.
Durch jahrelanges Nutzbenutzen kann der Klimakompressor nicht nur durch fehlende Schmierung Schaden nehmen. Besonders bei älteren Fahrzeugen gammelt bei langem Stillstand und hohem Kältemittelverlust der Kompressor am Dichtring fest. Selbst wenn Sie die Anlage wieder neu befüllen lassen, beschädigt der anlaufende Rotor den Dichtring. Das Kältemittel kann schnell entweichen und der Kompressor frisst sich fest.
Mit der Klimaanlage behalten Sie im Winter den Durchblick: Sie entfeuchtet den Innenraum und reduziert so beschlagene Scheiben. Verweigert Ihre Klimaanlage den Dienst, dann liegt das vielleicht an der Außentemperatur: Viele Modelle schalten die Klimaanlage automatisch bei Temperaturen unter 3° C ab, um Beschädigungen vorzubeugen.

Gestörter Kreislauf: Wenn Komponenten versagen

Der Klimakompressor saugt das gasförmige Kältemittel an, verdichtet es und presst es unter Hochdruck in den Kondensator. Einen Kompressor-Schaden erkennen Sie an schleifenden oder ratternden Geräuschen beim Einschalten. Der defekte Kompressor kann andere Bauteile durch verschleißbedingte Metallspäne in Mitleidenschaft ziehen.
Der Kondensator entzieht dem verdichteten Kältemittel die Wärmeenergie, dieses kondensiert. Er befindet sich im Motorraum direkt hinter dem Kühler und kann dort von kleinen Steinen getroffen werden. Sind die Lamellen gebrochen oder verbogen, dann leitet er die Wärme nur noch schlecht ab.
Das Expansionsventil nimmt den Druck aus dem flüssigen Kältemittel heraus. Dadurch kann das Kältemittel wieder in den Gaszustand übergehen. Dabei entzieht das Kältemittel der Umgebung Wärmeenergie. Dieser Prozess findet im dahinterliegenden Verdampfer statt, der dabei abkühlt. Die kalte Luft auf der Oberfläche des Verdampfers bläst der Gebläsemotor in den Innenraum.
Versagt ein Bauteil in dem Kreislauf, dann erfüllen die anderen Komponenten nicht mehr Ihre Funktion. Vereinbaren Sie bei Problemen einfach einen Termin in der Werkstatt. Mit unseren Suchmasken finden Sie leicht ein gutes Angebot in Ihrer Nähe.

Frischer Wind und gute Luft

Haben sich Pilze und Bakterien in Ihren Lüftungskanälen festgesetzt, dann stinkt die Klimaanlage. Sorgen Sie für eine gute Luftqualität: Wie bei einem eisgekühlten Glas Cola kondensiert an der kalten Oberfläche des Verdampfers die Luftfeuchtigkeit. Bleibt der Verdampfer beim Parken feucht, dann bietet er unerwünschten Mikroorganismen einen idealen Nährboden. Lassen Sie es nicht so weit kommen, es gibt einfache Maßnahmen um der Kontamination entgegenzuwirken:

  • Wechseln Sie einmal im Jahr den Innenluftfilter und rücken Sie mit einem Klimaanlagen-Reiniger schädlichen Keimen auf den Leib. Die Anwendung ist einfach: Den Reinigungsschaum sprühen Sie mit einem Schlauch direkt an den Verdampfer. Nach einer halben Stunde starten Sie den Motor. Öffnen Sie die Lüftungsdüsen und schalten Sie die Klimaanlage auf die höchste Stufe. Der Frühling eignet sich am besten für den kleinen Putz: Die feuchten Monate sind vorbei.
  • Schalten Sie etwa fünf Minuten vor der Ankunft die Klimaanlage aus. So kann der Verdampfer ausreichend trocknen, bevor Sie das Fahrzeug abstellen.
  • Vorbeugend verwenden Sie ein Desinfektions-Spray für Klimaanlagen: Sie stellen das Spray im Fußraum ab und schalten die Klimaanlage auf die höchste Stufe. Die Prozedur dauert etwa eine viertel Stunde. Währenddessen dürfen sich keine Personen in der Fahrgastzelle aufhalten.

Empfindliche Menschen und Allergiker reagieren besonders sensibel auf die Verschmutzung der Atemluft. Eventuell nimmt Ihr Beifahrer die Kontamination schon wahr, obwohl Sie noch nichts riechen. Schimmelteppiche und Bakterienkolonien sind nicht nur schädlich für die Passagiere: Abgestorbene Keime können eine schleimige Schicht bilden. Verhärtet diese Schicht auf dem Verdampfer, dann müssen Sie das Bauteil austauschen lassen.


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