Öldruckschalter

Dieser Beitrag behandelt folgende Themen:

Was ist der Öldruckschalter?

Der Öldruckschalter als ein wichtiges Bauteil

So sieht ein Öldruckschalter aus

An jedem Viertaktmotor befindet sich ein Öldruckschalter. Warum das so ist, sollte vielleicht kurz erklärt werden. In der Ölwanne befindet sich das Motoröl, das während des Betriebs von einer Pumpe zu allen beweglichen Teilen des Motors befördert wird. Nur dadurch werden die Nockenwelle, die Ventile und die Kolbenringe mit einer ausreichenden Menge Öl versorgt. Damit die Versorgung mit Motoröl klappt, muss die Ölpumpe das Öl mit einem gewissen Druck fördern. Ist der Öldruck zu niedrig, gelangt nicht mehr genug Öl an die Nockenwelle und alle anderen Komponenten im Motor. Dieses Problem führt schon nach wenigen Kilometern zu einem gravierenden Motorschaden. Deshalb ist eine permanente Kontrolle des Öldrucks erforderlich. Diese Aufgabe übernimmt der Öldruckschalter.

Die Funktionsweise des Öldruckschalters

Der Aufbau ist im Grunde genommen ganz simpel

In einem kleinen Rohr befindet sich eine Druckfeder, die eine kleine Metallplatte gegen den Motorblock drückt. Am äußeren Ende des Öldruckschalters befindet sich ein Kabel, das bei eingeschalteter Zündung mit elektrischer Spannung versorgt ist. Sobald die Feder im Innern des Öldruckschalters den Metallkontakt an die Masse des Motorblocks drückt, ist der Stromkreislauf geschlossen und im Cockpit leuchtet die Öldruckkontrolllampe auf. Wird der Motor gestartet, arbeitet die Ölpumpe, sodass sich der Öldruck im Motor erhöht.

Der Öldruckschalter ist immer in der Nähe des Ölfilters angebracht. Er ist in den Motorblock geschraubt, sodass der Öldruck von innen den Kontakt zurückdrückt. Sobald der Öldruck dann zu gering wird, reicht er nicht mehr aus, um den Kontakt vom Motorblock wegzudrücken. Dann erhält er einen Massekontakt und die Öldruckkontrollleuchte im Motor leuchtet auf. In dem Fall, dass der Öldruckschalter defekt ist, sollte auf keinen Fall mehr mit dem Auto gefahren werden. Ein zu geringer Öldruck verhindert die ausreichende Schmierung. Eine unzureichende Schmierung verursacht kostspielige Motorschäden. Daher sollte das Fahrzeug sofort abgestellt werden, wenn die Öldruckkontrollleuchte aufleuchtet.

Wer immer eine Flasche Motoröl im Kofferraum dabei hat, sollte zunächst den Motorölstand mittels Peilstab prüfen und dann etwas Öl auffüllen. Danach sollte die Kontrollleuchte wieder beim Starten des Motors erlöschen. Ist das nicht der Fall, liegt ein größeres Problem vor. Durch eine defekte Zylinderkopfdichtung kann auch Wasser ins Motoröl gelangt sein. Dabei entsteht Wasserdampf, der den Öldruck stark verringert.

Öldruckschalter Typen

Unterschiedliche Öldruckschalter stehen zur Wahl
Neben dem bereits beschriebenen einfachen Öldruckschalter, der lediglich zwischen ausreichendem und zu geringem Öldruck unterscheiden kann, gibt es auch noch etwas aufwendigere Ausführungen. Diese sind mit moderner Technik ausgestattet. Damit lässt sich der aktuelle Öldruck anhand einer Anzeige im Cockpit genau ablesen. Diese Geräte sind ganz interessant, weil sich der Öldruck im Motor je nach Betriebszustand ändert.

Damit auch der kalte Motor schon im ausreichend hohen Maße geschmiert wird, beträgt der Öldruck unmittelbar nach einem Kaltstart bis zu acht bar und manchmal noch mehr. Hat der Motor seine Betriebstemperatur erreicht, beträgt der durchschnittliche Öldruck etwa zwei bar. Im Stand an der Ampel sinkt der Öldruck auf etwa ein bar ab. Jeder Autofahrer, der einen Wert darauf legt, jederzeit den Öldruck zu überwachen, wählt solch einen Öldruckschalter. Um den Motor jedoch vor einem größeren Schaden aufgrund von Ölmangel zu schützen, ist ein einfacher Öldruckschalter völlig ausreichend.

Reparaturen:

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