Ölwechsel

Dieser Beitrag behandelt folgende Themen:

Für den Ölwechsel wird durch den Stutzen oben neues Motoröl eingefüllt

Sie möchten wissen, ob bei Ihrem Fahrzeug der Ölwechsel fällig ist? In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen im Detail, warum ein regelmäßiger Ölwechsel Sinn macht, wie er abläuft und wie viel er kostet. Erfahren Sie anhand der originalen Herstellerdaten, welche Menge Motoröl und welche Spezifikation speziell Ihr Fahrzeug benötigt.

Warum braucht der Motor Öl?

Motorenöl übernimmt im Motor sechs wichtige Funktionen:

  • Die mechanischen Komponenten werden geschmiert. Durch die verringerte Reibung sinkt der Verschleiß deutlich.
  • Die Bauteile werden gereinigt: Feinen Abrieb und Verbrennungsrückstände trägt das Öl ab.
  • Es schützt die Metallteile vor Korrosion, wie Rost.
  • Motoröl dient zur Kühlung des Motors.
  • Zudem dichtet es die Brennkammern zuverlässig ab.
  • Beispielsweise bei der Nockenwellenverstellung dient es der Kraftübertragung.

Wählen Sie Ihr Fahrzeug

Herstellerbasierte Wechselintervalle, Kostenchecks sowie weitere Informationen zum Ölwechsel für Ihr Fahrzeug.

Warum ist der regelmäßige Ölwechsel wichtig?

Das Motoröl gilt als Verschleißteil. Sinkt der Ölstand oder ist der Verschmutzungsgrad hoch, kann es seine vielfältigen Aufgaben nicht mehr erfüllen. Der Motor kann überhitzten, stark verschmutzen oder übermäßig verschleißen. Auf kurz oder lang treten ernste Schäden am Motor auf.
Leuchtet die Öllampe in Ihrem Cockpit auf, dann fahren Sie auf keinen Fall weiter. Denn der Ölstand befindet sich bereits auf einem kritischen Niveau. Fahren Sie weiter, riskieren Sie Schäden am Motor.

Warnleuchte im Cockpit

Welche Motoröle gibt es?

Bei Motoröl handelt es sich um ein legiertes Öl. Das bedeutet: Bei typischem Motoröl bestehen ungefähr 20 % aus Zusätzen, die die Fließeigenschaften verbessern (Viskosität), den Motor reinigen, Schutzpartikel in der Schwebe halten oder den Verschleiß der Bauteile reduzieren.

Tipp: Greifen Sie beim Motoröl zu Qualität
Minderwertiges Motoröl kann schneller verschlammen und den Motor verdrecken. Besonders, wenn Sie oft kurze Strecken fahren. Greifen Sie deshalb besser nicht zu dem billigsten Produkt, das Sie finden können. Verwenden Sie ausschließlich die vom Hersteller vorgegebene Spezifikation und nehmen Sie eine Marke, der Sie in Sachen Qualität vertrauen.

Mineralöl

Mineralöl wird aus destilliertem Erdöl gewonnen. Sie sind relativ günstig und für die meisten modernen Fahrzeuge nicht geeignet. Mineralische Motoröle neigen schneller zum Verschlammen. Das sollte allerdings nicht zum Problem werden, wenn Sie sich an die Ölwechselintervalle halten.

Synthetiköl

Bei synthetischen Motorölen handelt es sich nicht um ein Destillat aus Erdöl. Das Motoröl wird gezielt aus einzelnen chemischen Zutaten zusammengestellt. Einzelne Bestandteile können durchaus aus Erdöl gewonnen oder hergestellt sein. Teilsynthetische Motoröle bestehen anteilig aus synthetisierten und mineralischen Ölen.

Vollsynthetik

Vollsynthetik-Motoröle beinhalten kein mineralisches Öl. Sie sind ausgesprochen leistungsstark und den mineralischen Ölen in Temperaturbeständigkeit, Fließeigenschaften, Ölverbrauch und Reibwerten überlegen. Bei älteren Fahrzeuge, die nicht für vollsynthetisches Motoröl vorgesehen sind, können die Additive eventuell Dichtungen angreifen.

HC Motoröl

Hydro-Crack-Motoröle reichen an die Qualität der vollsynthetischen Motoröle heran. Sie sind allerdings günstiger in der Herstellung und basieren auf mineralischem Rohöl.

Longlife

Longlife-Öle sind synthetische Leichtlauf-Öle. Sie kommen bei Fahrzeug mit Longlife-Service zum Einsatz: Sensoren nehmen unterschiedliche Parameter auf, aus denen das Steuergerät Rückschlüsse auf den aktuellen Zustand des Motoröls schließen kann. Der Ölwechsel findet nicht in bestimmten Zeitabständen oder nach einer gewissen Laufleistung statt, sondern dann, wenn das Öl wirklich fällig ist.

 

Info: Was bedeutet 5W-40?
Das Motoröl SAE 5W-40 ist bei -35 °C noch pumpbar – dafür steht die 5. Das W ist die Abkürzung für Wintereignung. Die zweite Zahl beschreibt die Hochtemperatur-Viskosität, die bei +100 °C vorliegt (40: 12,5 mm²/s bis 16,3 mm²/s). SAE bedeutet lediglich Society of Automotive Engineers, also Verband der Automobilingenieure.

Welches Motoröl benötigt mein Auto?

Kfz-Mechaniker lässt das alte Öl ab

Sie wollen erfahren, welches Motoröl Ihr Fahrzeug benötigt? Normalerweise finden Sie im Motorraum einen Zettel oder Aufkleber, auf dem der Kilometerstand beim letzten Ölwechsel und das verwendete Öl vermerkt wurden. Alternativ finden Sie sofort die originalen Herstellerangaben speziell für Ihr Modell mit unserer Suchmaske auf unserer Startseite.

Wie viel Motoröl benötigt mein Auto?

Sie möchten wissen, wie viel Motoröl in Ihren Motor eingefüllt werden muss? Nutzen Sie hier ebenfalls unsere Suchmaske und erfahren Sie direkt, welche Menge Motoröl für Ihren Motor benötigt wird.

Wann ist der Ölwechsel bei meinem Auto fällig?

Motoröl wird in regelmäßigen Intervallen gewechselt, die der Hersteller vorgibt. Da kann alle 20.000 km oder einmal im Jahr der Fall sein – je nach dem, was früher eintritt. Möchten Sie erfahren, welche Intervalle der Hersteller für Ihr Fahrzeug vorschreibt? Finden Sie es speziell für Modell heraus! Falls Sie sich für die Kosten und Preise interessieren, werden Sie in unserem Artikel „Ölwechsel Kosten“ alle relevanten Informationen rund um das Thema finden.

Wie läuft der Ölwechsel in der Werkstatt ab? Wie lange dauert der Ölwechsel?

Beim professionellen Ölwechsel in der Werkstatt wird das Fahrzeug auf die Hebebühne gestellt. Der Kfz-Mechaniker stellt den Auffangbehälter darunter und öffnet die Ölablass-Schraube. Ist alles heraus gelaufen, wird die Ablass-Schraube wieder verschlossen und das Fahrzeug heruntergelassen. Nach dem Auffüllen mit neuem Öl stellt der Fachmann die Intervallanzeige wieder zurück. Zudem erneuert er normalerweise den Ölfilter. Der Ölwechsel dauert insgesamt etwa eine halbe Stunde.

Tipp:
Fahren Sie vor dem Ölwechsel eine Runde. Ist das Öl warm und dadurch dünnflüssiger, fließt es leichter ab und schwemmt Rückstände im Ölkreislauf besser heraus.

Ölfilter

Gibt es Motoröl, das nicht gewechselt werden muss?

Verbrennungsmotoren erzeugen im Motoröl Rückstände, die mit Wasserstoff oder Sauerstoff zu Säuren und weiteren Reaktionsprodukten reagieren: Der Mechanismus der Kolben und Zylinder kann zudem das Kurbelgehäuse nicht zu 100 % vom Verbrennungsraum abtrennen. So gelangen unweigerlich unerwünschte Stoffe in das Motoröl. Aus diesem Grund kann es kein lebenslanges Motorenöl geben.
Bei Getriebeöl sieht die Sache anders aus – hier finden keine Verbrennungen statt. Allerdings kann auch hier das Öl durch feinen Verschleißstaub langfristig spürbar verschmutzen.

 


Impressum | Datenschutz | Haftungsausschluss

Copyright © 2019 Werkstattportal Vergleich.