TÜV Hauptuntersuchung

Dieser Beitrag behandelt folgende Themen:

Sinn der Hauptuntersuchung

Einige Autofahrer ärgern sich immer darüber, dass in regelmäßigen Abständen Hauptuntersuchungen erforderlich sind. Eine solche Untersuchung wird meistens TÜV genannt. Dieser Begriff hat sich eingebürgert, weil es vor vielen Jahrzehnten nur den Technischen Überwachungsverein, kurz TÜV genannt, gab. Inzwischen gibt es verschiedene TÜV-Organisationen. Dazu gehören der TÜV Nord, der TÜV Rheinland oder auch der TÜV Süd. Es gibt aber auch andere anerkannte Prüforganisationen, die eine Hauptuntersuchung durchführen dürfen. Dazu gehört die DEKRA und KÜS. Die Prüfverfahren sind jedoch bei allen Organisationen identisch, weil sie vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind.

Die anfallenden Hauptuntersuchungen sind zwar mit Kosten verbunden, aber sie sind durchaus sinnvoll. Der Fahrzeugbesitzer bekommt eine Bestätigung, dass sein Fahrzeug in einem verkehrssicheren Zustand ist. Einen solchen Nachweis in den Händen zu halten, ist hilfreich, wenn es doch einmal zu einem Unfall kommen sollte. Zudem ist es ein gutes Gefühl, wenn ein Fachmann bestätigt, dass es keine sicherheitsrelevanten Mängel am Auto gibt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich anbahnende Schäden rechtzeitig erkannt werden.

Wann sind Hauptuntersuchungen fällig?

Wird ein Neuwagen gekauft, dann muss dieser erstmalig nach drei Jahren zu einer Hauptuntersuchung. Um Anschaffungskosten zu sparen, werden häufig Neufahrzeuge mit einer Tageszulassung gekauft. In dem Fall zählt der Monat, in dem das Fahrzeug erstmalig für den Verkehr zugelassen wurde. Der nächste Fälligkeitstermin steht aber auch in den Fahrzeugpapieren. Die zweite und alle weiteren Hauptuntersuchungen fallen dann alle zwei Jahre an. Dabei ist jedoch nur der jeweilige Monat von Belang.

Das genaue Datum spielt überhaupt keine Rolle. Die gleiche Regelung gibt es auch für Pkw-Anhänger. Etwas anders ist es bei Motorrädern. Neue Motorräder sowie alle Leichtkrafträder mit einem Hubraum von 125 Kubikzentimetern müssen schon nach zwei Jahren zum TÜV.

Jeder, der sich einen Gebrauchtwagen anschafft, sollte darauf achten, dass dieser noch TÜV hat. Ist die Hauptuntersuchung schon überfällig, wird die Zulassung verweigert. Ein aktueller TÜV-Bericht muss der Zulassungsstelle vorgelegt werden. Es ist dann für den Fahrzeugbesitzer schwierig, das Fahrzeug ohne Zulassung zur Hauptuntersuchung zu bringen. Dazu ein Beispiel. Muss ein Gebrauchtwagen im Juni zum TÜV, dann kann dieser noch bis zum 30. Juni problemlos zugelassen werden. Am 01. Juli ist eine Zulassung nicht mehr möglich.

Folgen vom verpassten TÜV Termin

Manchmal wird der Termin zur Hauptuntersuchung einfach vergessen. Mitunter kann das Fahrzeug aber auch aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht zum TÜV gebracht werden. Was passiert dann? Grundsätzlich kann der TÜV Termin um bis zu zwei Monate überschritten werden, ohne dass es Folgen hat. Wer die Hauptuntersuchung erst später als zwei Monate nach dem vorgeschriebenen Termin durchführen lässt, muss eine vertiefte Hauptuntersuchung durchführen lassen. Diese Untersuchung ist wesentlich detaillierter und kostet daher auch 20 Prozent mehr.

Jeder Autofahrer, der den Termin bis zu vier Monate überzieht, sollte sich aber auf keinen Fall von der Polizei erwischen lassen. Dazu sind noch nicht einmal allgemeine Verkehrskontrollen erforderlich. Die Polizei fährt auch gerne Parkplätze ab, um nach abgelaufenen TÜV-Plaketten Ausschau zu halten. Wer erwischt wird, muss ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro bezahlen. Richtig teuer wird es, wenn der TÜV um acht Monate überzogen wurde. Dann sind schon 60 Euro Bußgeld fällig und es gibt einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Wird dann jedoch die vertiefte Hauptuntersuchung nachgeholt, wird die TÜV-Abnahme nicht zurückdatiert. Es zählt dann der Monat, in dem die Hauptuntersuchung durchgeführt wurde.

Doch nicht nur das Bußgeld und der Punkt in Flensburg sind ärgerlich. Wird ein Fahrzeug mit abgelaufenen TÜV in einen Unfall verwickelt, kann es auch zu Problemen mit der Versicherung führen. Das kann auch dann der Fall sein, wenn der Fahrer den Unfall gar nicht verschuldet hat. Die zahlungspflichtigen Kfz-Haftpflichtversicherungen suchen immer nach Gründen, um die Erstattung zu kürzen. Deshalb kann es im schlimmsten Fall sogar sehr teuer werden, wenn der fällige TÜV Termin nicht wahrgenommen wurde.

Was wird bei der Hauptuntersuchung kontrolliert?

Bei jeder Hauptuntersuchung werden sämtliche Komponenten des Fahrzeugs kontrolliert, die für die Sicherheit im Straßenverkehr erforderlich sind. Dazu gehört die Beleuchtung. Diese muss nicht nur technisch einwandfrei funktionieren, sondern sie muss auch optisch in Ordnung sein. Daher kommt es mitunter auch vor, dass stark verschmutzte Lampengläser beanstandet werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Bremsen. Auf einem Bremsenprüfstand wird die Bremswirkung exakt nachgemessen. Zudem erfolgt die Sichtprüfung. Haben die Bremsbeläge oder die Bremsscheiben bereits die Verschleißmarkierungen erreicht, müssen diese ebenfalls erneuert werden. Bei der Sichtprüfung der Bremsen steht das Fahrzeug ohnehin auf einer Hebebühne. Deshalb überprüft der Kontrolleur auch gleich die gesamte Radaufhängung aller Räder auf vorhandenes Spiel. Zudem erfolgt eine Sichtprüfung des Unterbodens sowie der Abgasanlage, die umgangssprachlich auch als Auspuff bezeichnet wird. Bei jeder Hauptuntersuchung werden auch Undichtigkeiten beanstandet. Treten irgendwo am Fahrzeug Betriebsflüssigkeiten aus, dann wird keine TÜV-Plakette mehr erteilt.

Des Weiteren gehört zu jeder Hauptuntersuchung auch eine Abgasuntersuchung. Überschreiten die Abgase die zugelassenen Höchstwerte, gilt dieses ebenfalls als gravierender Mangel. Schlechte Abgaswerte sind in den meisten Fällen auf eine mangelhafte Wartung zurückzuführen. Abgebrannte Zündkerzen, verstopfte Luftfilter oder defekte Lambdasonden sind meistens die Ursache für erhöhte Abgaswerte.

Gut vorbereitet zur nächsten Hauptuntersuchung

Jeder, der sein Auto zu den regelmäßigen Inspektionen bringt, ist schon gut geschützt vor unangenehmen Überraschungen. In seriösen Kfz-Werkstätten wird der Fahrzeughalter bei der Durchführung einer Inspektion auch gleichzeitig auf sich anbahnende technische Probleme hingewiesen. Dann ist immer noch genug Zeit, die Mängel rechtzeitig vor dem nächsten TÜV Termin beseitigen zu lassen.

Es gibt aber auch einige Dinge, die der Autofahrer selbst erledigen kann. Dazu gehört die Kontrolle des Reifendrucks. Der Reifendruck wird bei einer Hauptuntersuchung zwar nicht nachgemessen, aber der erfahrene Prüfer sieht mit bloßem Auge, ob der Druck in den Reifen zu gering oder ungleichmäßig hoch ist. Ein anderer Fallstrick ist der abgelaufene Verbandskasten. Bevor das Auto zum TÜV gebracht wird, sollte nachgesehen werden, welches Ablaufdatum der Verbandskasten hat. Zudem macht es immer einen guten Eindruck, das Fahrzeug vor der Hauptuntersuchung nochmals in einer Waschanlage säubern zu lassen. Schmutz gilt zwar nicht als Mangel, aber der Prüfer kontrolliert natürlich lieber saubere Fahrzeuge. Zudem sieht das Auto deutlich gepflegter aus.

Wo wird die Hauptuntersuchung durchgeführt?

Es gibt in allen größeren Städten Stationen vom TÜV, von der DEKRA oder auch von der KÜS. Nach einer Terminvereinbarung kann eine dieser Stationen aufgesucht werden. Die Kosten bei den verschiedenen Organisationen unterscheiden sich nur geringfügig. Daher kann gerne die nächstgelegene Station aufgesucht werden.

In den meisten Fällen lassen sich aber Kosten einsparen, wenn die Hauptuntersuchung in einer Kfz-Werkstatt erfolgt. Zahlreiche Werkstätten bieten auch TÜV-Abnahmen an. Es gibt Kfz-Werkstätten in denen wöchentlich ein TÜV-Prüfer Hauptuntersuchungen durchführt. In solch einem Fall vereinbart der Fahrzeughalter den Termin direkt mit der Werkstatt. Dort sind die Gebühren in der Regel geringer als in einer TÜV-Station. Deshalb lohnt es sich, nach einer Werkstatt zu suchen, die eine Hauptuntersuchung zu einem günstigen Preis anbietet.

Wenn Sie herausfinden möchten, welche Kfz-Werkstatt bei Ihnen in der Nähe Hauptuntersuchungen anbietet, können Sie gerne unseren Service nutzen. Dieser kostet Sie nichts. Mit dem Service finden Sie nicht nur heraus, welche Werkstatt die TÜV-Abnahme anbietet, sondern auch, welche Kosten dafür anfallen. Dann können Sie gleich einen Termin vereinbaren, damit Sie den TÜV nicht überziehen.


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